Cats

Es existiert der Irrglaube, dass wilde oder verwilderte Katzen in allen Umständen überleben. Obwohl die Anzahl der Straßenkatzen in den Städten zunimmt, haben diese Katzen kein leichtes Leben, und erst recht kein sehr glückliches. Vor Allem wenn es sich um Katzen handelt, die zuvor in Gefangenschaft gelebt haben und ausgesetzt werden, ohne zu wissen wie man sich verteidigt, Essen sucht, Schutz vor Unwetter findet und Gefahren der Stadt entflieht.

Oft kaufen Menschen kleine Kätzchen um sie als Haustier zu halten. Und leider ist es auch üblich, dass, wenn das Tier erwachsen wird und nicht mehr ganz so niedlich wie das Katzenbaby, in das sie sich im Tierladen verliebt hatten, viele Menschen die Katze in der Straße aussetzen. Sie beschließen sie “in Freiheit” zu entlassen, da sie glauben sie können in einer Straßenkatzenkolonie ein glückliches Leben führen. Wir müssen aber wissen, dass dem nicht so ist!

Es gibt schon zu viele Straßenkatzen (und –Hunde), die hungrig und verwundet durch die Straßen streifen. Sie enden oft in Zwingern in überfüllten Tierheimen oder Tierauffangstationen, die schon längst aus allen Nähten platzen. Die ethisch vertretbarere Option ist daher, eine Katze von einem Tierheim zu adoptieren und ihr zu helfen, anstatt den oft grausamen Handel mit Tieren zu finanzieren und die wahllose Zucht zu unterstützen.

Außerdem sollten wir unser neues Familienmitglied chippen, i.e. einen Transponder einsetzen, damit wir ihn/sie leichter wiederfinden können, sollte er/sie ausbüchsen oder verlorengehen. Auch sehr wichtig ist, dass wir die Katze entwurmen, impfen, und die entsprechenden Tests durchführen.

Insbesondere, müssen wir unseren felinen Freund kastrieren, nicht nur um ungewollten Nachwuchs zu vermeiden, sondern auch um der Katze/dem Kater Leid zu ersparen. Dass man doch dem Tier “seinen/ihren Spaß haben” lassen soll, ist ein dummer Spruch. Für Katzen ist nämlich die Paarung und das Sexualverhalten kein Vergnügen, sondern eher eine qualvolle Angelegenheit, die mit Schmerzen verbunden ist, besonders für das Weibchen. Zudem leiden Katzen sehr, wenn sie rollig sind und nächtelang durch miauen. Man muss dem noch hinzufügen, dass in Deutschland, sowohl Kastration, als auch Sterilisation möglich sind.  Währen bei der Sterilisation nur die Eileiter oder Samenleiter durchtrennt werden und damit die Hormonproduktion nicht gehemmt wird, werden bei der Kastration die Eierstöcke (manchmal auch die Gebärmutter bei der Katze) oder die Hoden (beim Kater) komplett entfernt. Deshalb ist es unbedingt zu raten, die Katze zu kastrieren, um Leid, hormonelle Probleme und auch Krankheiten, die durch den Geschlechtsakt übertragen werden, zu verhindern.

Eine Adoption ist eine Verantwortung für das ganze Leben! Bevor wir uns dazu entscheiden ein Tier zu adoptieren, müssen wir uns im Klaren sein über die Bedürfnisse unseres neuen Lebenspartners und auch über eventuelle Probleme, die auftreten können. Wir müssen abwiegen, wie viel Zeit wir investieren können und wie die Ankunft des neuen Familienmitgliedes unsere tägliche Routine beeinflussen wird, fast als wäre es ein menschliches Baby. Mit der Adoption übernehmen wir auch die Verpflichtung, uns um das Tier zu kümmern, wenn es krank wird und die Kosten zu tragen. Wir dürfen uns darauf gefasst machen, wolliges Schnurren und lustiges Spielen mit unserem Freund zu genießen, aber auch Kot und Erbrechen zu reinigen, …

Eine Katze ist ein wunderbarer Begleiter, der uns viel Glück bringt. Wenn wir jedoch nicht sicher sind, ob dies für ein ganzes Katzenleben (bei gute Pflege 15-20 Jahre) der Fall sein wird, ist es besser, den Schritt nicht zu unternehmen.