Eier

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Jedes Ei, das heutzutage verkauft wird, könnte trotz seines unschuldigen Aussehens eine lange und traurige Geschichte erzählen.

Der Anfang der Ausbeutung beginnt schon kurz nach der Geburt. Die befruchteten Eier zur “Nachlieferung” von zukünftigen Legehennen enthalten in ca. 50% männliche Küken. Diese haben keinen kommerziellen Wert, da sie als Legehähne kein Muskelfleisch bilden und somit ungeeignet für die Fleischerzeugung sind (hierfür setzt man sog. Fleischhühner ein, die einen besonders guten Fleischansatz bilden).

Zur Beseitigung dieser “Nebenprodukte” werden die wenige Tage alten Küken lebend in einen Schredder geworfen oder in einem luftdichten Container entsorgt, wo sie qualvoll ersticken. Unterdessen beginnt für ihre Schwestern der Alptraum als Sklaven in der Eiproduktion.

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Der nächste Eingriff besteht aus dem schmerzhaften Stutzen des Schnabels, um gegenseitigen stressbedingten Verletzungen vorzubeugen. Durch die Manipulation werden Knochen, Knorpel, Blutgefäße und Weichteile durchtrennt. Danach treten oft infektiöse und entzündliche Prozesse auf, die großes Leid für das Tier bedeuten und die Nahrungsaufnahme erheblich einschränken können.

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Anschließend werden die jungen Hühner in winzige Käfige gesperrt, deren Fläche kleiner als die eines DIN A4-Blattes ist. Dutzende dieser kargen Metallzellen reihen sich in einem durchschnittlichen Massenstall.

Die Hühner haben nicht einmal genug Platz, um ihre Flügel oder Beine auszubreiten. Im ständigen Kontakt mit den Stangen, auf denen sie in ihrem Gefängnis hocken, leiden sie unter Entzündungen und Missbildungen an den Füßen und im Gefieder. Infektionen und unbehandelte Mangelernährung stehen auch hier auf der traurigen Tagesordnung. Viele von ihnen verenden qualvoll.

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Darüber hinaus wird die Eiproduktion durch eine künstliche Raumbeleuchtung erhöht. Einer Erholung der Tiere wird hiermit entgegengewirkt.

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Ein weiteres üblicherweise durchgeführtes Verfahren ist die „Häutung“. Da die Hühner im Frühjahr die meisten Eier legen, wird ein künstlicher Winter mit anschließendem Frühling simuliert. In der ‘Winter’-Phase werden die Vögel ohne Futter und Licht für einen Zeitraum von 14 Tagen gehalten. Nach diesen harten Bedingungen sind einige Hennen aufgrund des Stresses und Hungers bereits gestorben. Die übrigen Hennen haben zwischen 20-28% des Körpergewichts und meist ihr gesamtes Gefieder verloren. Danach wird die ‘Frühlings’-Phase simuliert – mit reichlichem Futter und viel Licht.

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In einem Lebensalter von etwa 2 Jahren reduziert sich die Eierproduktion der Legehennen. Ihre Körper sind ausgemergelt und für die Industrie rentiert sich ihre Haltung nicht mehr. Den letzten Profit liefern sie durch die Schlachtung.

Ausnahmslos alle kommerziellen Eier gehen einher mit Ausbeutung und Tod. Die “Freilandeier” oder die Eier aus „biologisch” zertifizierten Betrieben verschleiern nur die Fakten, selbst wenn die Haltungsbedingungen nicht so extrem sind. Es gibt hier auch die Tötung männlicher Küken und die Tiere werden ebenfalls als bloße Ressourcen behandelt.

Hühner sind sehr empfindliche und gesellige Tiere mit unterschiedlichen Persönlichkeiten und einem reichen emotionalen Repertoire. Der Mensch hat ihr Leben in eine Hölle von unvorstellbarem Leid verwandelt. Ihre unsäglichen Schmerzen werden hinter den Mauern der Geflügelanlagen unsichtbar.

Letztendlich werden alle Hühner – egal ob aus Massentierhaltung oder Biobetrieb – geschlachtet, sobald sie keinen wirtschaftlichen Nutzen mehr bringen.

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