Blutfeste

Blutfeste

Laut einer nicht-repräsentativen europäischen Umfrage ist Spanien das Land mit der höchsten Rate an Tierausbeutung/Brutalität in Zusammenhang mit Tieren.

So traurig es ist, hat unser Land berechtigterweise den Ruf einer grausamen Nation.Das geht zurück auf die Zeiten des ersten spanischen Kolonialreiches mit der Eroberung Amerikas und der Begründung der Spanischen Heiligen Inquisition.

Jahrhunderte später hat sich in diesem Sinne der Umgang gegenüber Tieren kaum verändert und ist bis in die kleinsten Ecken Spaniens weiterhin lebendig.

Die Feuer der Hexenverbrennungen flammten in den dunklen Mittelalternächten auf, wo unschuldige Frauen bei lebendigem Leibe verbrannt wurden. Vergleichbar werden in Coria den Bullen die Hörner ausgebrannt und ihre Schreie verhallen genauso ungehört, wie die der damaligen verurteilten Frauen.

Öffentliche Hinrichtungen ohne Gerichtsverhandlung waren an der Tagesordnung, nur um die Menschen einzuschüchtern. Oft beruhten sie auf Verdächtigungen oder haltlosen Anschuldigungen. Kam es zu solchen ‚Events‘ scharten sich viele Menschen um den oder die Verurteilten/in, um die Todesqualen hautnah miterleben zu können. Dieser Voyeurismus auf Kosten Anderer spiegelt die sadistische und makabre Seite der Menschheit wider. Heute noch geschieht genau das Gleiche in unserer aufgeklärten Welt. Immer wenn um 17 Uhr die Glocken in den Stierkampfarenen läuten, wird zum Mord in der Öffentlichkeit aufgerufen. Zum Mord an einem unschuldigen Lebewesen, das zuvor quält und auf das Brutalste misshandelt wird.

Diese ketzerischen Spektakel der Erniedrigung von Individuen sind niemals dem Dunst vergangener Zeiten entwichen. Medinacelli, Lekeitio, Peropalo, Tordesillas… sind alles Orte, an denen Gewalt und Blutgier vorherrschen. Hier ist man stolz darauf einem unschuldigen Lebewesen Schmerzen zuzufügen.

In der Neuen Welt wurden die Ureinwohner Amerikas als minderwertige Menschen angesehen. Die Kolonialisten haben sie schikaniert, unterdrückt und versklavt, so als wären sie jemandes Eigentum – alles im Namen der christlichen Tradition. Manche Spanier haben dieses Verhalten bis heute nicht abgelegt: Sie umzingeln Wildpferde, um sie mit brennenden Eisen zu markieren und ihnen die Mähne abzuschneiden. In Pamplona gibt es ein jährliches Fest zur Pferdehatz und öffentlichen Opferung.

Gewalt muss erkannt und angezeigt werden, egal, wer die Opfer sind. Die Normalisierung dieses aggressiven Verhaltens bringt unausweichlich ein weiteres Phänomen mit sich: die Verrohung der Menschen.

Die Weiterentwicklung und der Wohlstand einer Nation sind nur dann möglich, wenn sich die Menschen ein Mindestmaß an Mitgefühl und Respekt für das Leben und Wohlergehen Anderer aneignen. Wir müssen zusammen unsere Stimmen erheben, damit wir in jeder Ecke des Landes gehört werden.

Wir müssen öffentlich jeglicher Tradition eine Absage erteilen, die den Angriff auf die Integrität eines Lebewesens zum Ziel hat.

Das Team von El Hogar ProVegan wird auch diesen Sommer Aufklärungsarbeit leisten und Menschen auf diese grausamen Feste aufmerksam machen. Wir werden alle unterstützen, die Petitionen und Protestschreiben an die Bürgermeister senden, in deren Orte Tiere misshandelt werden. Wir sehen uns verpflichtet darin, den Druck auf die Politik zu erhöhen, um diese Art der Festlichkeiten zu einem schnellen Ende zu bringen.

Hier die Orte, in denen die populärsten Feste mit Tierleid stattfinden (die Farben kennzeichnen die Regionen, die oben auf der Karte dargestellt sind):